Panorama Glass Lodge

Mitten im Nirgendwo

Autor
Daniel Bauchervez
Urheberrechte ©
Panorama Glass Lodge
Veröffentlichung
September 2022

Vier Bungalows aus Holz und Glas liegen einsam und allein in der menschenleeren Weite Islands. In ihrem Blickfeld: der Vulkan Hekla.

Die Adresse ist ein Geheimtipp. Eineinhalb Autostunden östlich von Reykjavik, jenseits des berühmten Goldenen Kreises und seiner Geysire, macht sich das übermächtige Gefühl breit, ins Nichts einzutauchen. Soweit das Auge reicht, legt sich kahles, flaches und nur dünn mit gelbem Gras bewachsenes Land über die Insel und stösst am fernen Horizont an eine von Wolken gedeckelte Bergkette.

Langsam kommt der Berggrat näher. Er sieht aus wie der Rücken eines erschlafften Drachens. Braun wechselt mit Grün, während sich linkerhand der Fluss Ytri-Rangá in einer breiten Schleife seinen Weg bahnt und ein paar Lachsfischer ihr Glück versuchen. Es sind kaum noch Autos unterwegs.

Mitten in der überwältigenden Natur steht verlassen ein Bungalow. Ein Code öffnet die Tür. Im rundum verglasten Schlafzimmer, das an eine Wohnung mit Küche und Sauna grenzt, befindet sich nichts ausser einem urgemütlichen Bett mit Panoramasicht. Direkt davor schlängelt sich der Fluss zwischen hohen Böschungen, die in die flachen Hänge des nur 1488 Meter hohen Vulkans Hekla übergehen. Er wirkt fast so, als würde er über seinen nächsten Ausbruch brüten. Der dürfte nicht auf sich warten lassen, schliesslich ist der Hekla einer der aktivsten Vulkane der Welt.

Nichts als Natur
Im Juni macht man ohne Gesichtsmaske kein Auge zu. Die Sonne steht hoch am Firmament und weigert sich, ihren Platz zu räumen. Lieber bringt sie mit ihrer ganzen Kraft die Dämmerung in wunderbaren Goldtönen zum Schimmern. Im September wird es wieder Nacht und erste Schneeflocken fallen vom Himmel. Die Heide färbt sich rot, dann weiss und unterstreicht das blaugraue Band des Ytri-Rangá. Wenn die Wolken aufreissen, blitzen Sterne am Himmel. Der Winter verbreitet sein Nordlicht, das die Nacht meistens grün leuchten lässt. Keine Lichtverschmutzung stört den nächtlichen Tanz der Polarlichter über der weissen Kappe des Hekla. Diesen spektakulären Anblick geniesst man im hölzernen Whirlpool auf der Terrasse der Bungalows.

Die deutschen und schweizerischen Eigentümer hüten dieses Stück unberührter Natur mit viel Liebe und Sorgfalt. Die Materialien sind nachhaltig, der Strom grün, die Pflegeprodukte biologisch und in wiederverwendbare Flaschen abgefüllt. Mit nur vier, nach nordischen Gottheiten benannten und auf einem riesigen Grundstück verteilten Bungalows ist der Fussabdruck auf ein Minimum reduziert – und das Gefühl von Freiheit umso grösser.

panoramaglasslodge.com