Staumauer für die Zukunft

Staumauer für die Zukunft

Wenn Gletscherschmelzwasser die Energiezukunft der Schweiz gestaltet.

Veröffentlichung
Februar 2026

Bundesrat Albert Rösti bezeichnete das Projekt als «zentrales Puzzleteil der SchweizerEnergiezukunft». Tatsächlich wäre der geplante Mehrzweckspeicher oberhalb von Zermatt das grösste Wasserkraftprojekt der Schweiz. Der Vorentwurf sieht den Bau einer 85 Meter hohenStaumauer vor, durch die ein drei bis vier Kilometer langer und 80 Meter tiefer Speicherseeentstehen würde. Dieser wird vom Schmelzwasser der Gletscher gespeist, das zurStromerzeugung bei Spitzenlastzeiten ins bestehende Wasserkraftwerk Grande Dixenceweitergleitet werden soll. Mit den rund 200 zusätzlich produzierten kwH pro Jahr könnten 400 000 Haushalte mit Strom versorgt werden. Nach der Verabschiedung des Gesetzes zurBeschleunigung von Verfahren für den Bau grosser Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen imSeptember 2025 könnte eine Fertiggestellung im Jahr 2031 realistisch sein. Der Stausee sollZermatt im Übrigen auch vor Hochwasser schützen.