Die Zermatt Bergbahnen

Die Zermatt Bergbahnen

gehen mit grünem Beispiel voran

Autor
Sophie de Charbevel
Urheberrechte ©
Marco Schnyder
Veröffentlichung
Winter 2021

Die Zermatt Bergbahnen wissen, wie wichtig es ist, die natürlichen Schätze zu schützen, und investieren daher seit 2002 bis eine Million Franken jährlich für Umweltmassnahmen. Ihr nachhaltiges Engagement ist beispielhaft.

Zermatt gehört zu den höchstgelegenen Wintersportorten Europas und muss daher Schneemangel und Klimawandel weniger fürchten als andere Destinationen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sind 80 Prozent des Skigebiets, Gletscher ausgenommen, mit Beschneiungsanlagen erschlossen. Trotzdem spielen die Zermatt Bergbahnen in Sachen Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle. Seit 2002 verfolgt das Unternehmen weitsichtig eine Umweltstrategie, die auf drei Schwerpunkten basiert: sparsamer Umgang mit Ressourcen, globale Energiepolitik und Renaturierung.
Das Unternehmen investiert im Dienst der Natur regelmässig in modernste Hightech-Anlagen mit maximaler Effizienz. Um den Energieverbrauch zu senken und möglichst umweltschonend zu wirtschaften, wird kein Aspekt ausser Acht gelassen. Transport, Schneekanonen, Gebäude, Restaurants, Fahrzeugbeschaffung und -unterhalt, alles wird optimiert. Die 68 Fahrzeuge und Arbeitsmaschinen zum Beispiel werden mit schwefelfreiem Eco-Speed-Treibstoff betankt. Der ist zwar teurer als handelsüblicher Diesel, verursacht aber 11 Prozent weniger Kohlenmonoxid und stösst 13 Prozent weniger Partikelmasse aus. Ihren Energiebedarf decken die Zermatt Bergbahnen in erster Linie mit lokaler Wasserkraft, nutzen aber auch Sonnenenergie. Sie versorgt das Minergie-P-zertifizierte Restaurant Matterhorn glacier paradise, die Station Trockener Steg und die Gondelstation Matterhorn glacier ride mit Strom und Wärme. Das Restaurant auf 3833 m ü. M. verfügt sogar über eine eigene mikrobiologische Kläranlage, in der das Abwasser gefiltert und aufbereitet wird. In dieser Höhe eine kleine Meisterleistung!
Ein weiterer Fokus liegt auf der Renaturierung der Landschaften, die durch die Nutzung des Geländes beschädigt oder verschandelt wurden. Damit die Spuren sukzessive beseitigt werden können, wurden sämtliche Altlasten und landschaftsstörende Überbleibsel inventarisiert. Heute sind bereits über 85 Prozent aller prioritären Schäden saniert. Alte Anlagen wurden komplett rückgebaut und ihre Kabel für den Brückenbau nach Asien geliefert. 2015 haben die Zermatt Bergbahnen für ihre Renaturierungsbemühungen den Schweizer Begrünerpreis 2015 erhalten.

matterhornparadise.ch